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Unterstützungsprogramme für Kultur und Tourismus im Zuge der Corona-Pandemie

Theaterbühne, versehen mit dem Text "Bühne frei für besondere Hilfen"

Sachsen ist zu Recht stolz auf seine vielfältiges kulturelle und touristische Landschaft. Jedoch haben beide Bereiche besonders unter den Folgen der Corona-Pandemie besonders gelitten. Um die die einzigartige Kultur im Freistaat in ihrer Vielfalt zu erhalten und möglichst viele Projekte, Initiativen und Kultureinrichtungen zu unterstützten, hat die Sächsische Staatsregierung ein umfangreiches Anschubprogramm in Höhe von 30 Millionen Euro für die Kultur beschlossen. Darüber hinaus will der Freistaat Sachsen den Neustart im Tourismus nach der Corona-Pandemie mit einem Programm in Höhe von 5,6 Millionen Euro unterstützen.

Kultur

Mit dem Programm »Kulturerhalt« sollen Investitionen in neue Veranstaltungsprogramme ermöglicht werden, genauso wie Vorhaben zur Digitalisierung und zur Internationalisierung von Kulturprogrammen. Ebenfalls sollen Kampagnen zur Publikumsgewinnung in die Wege geleitet werden.

Die Förderrichtlinie wird derzeit erarbeitet. Sobald neue Informationen zu den Förderbedingungen und zur Antragsstellung vorliegen, werden wir auf dieser Seite dazu informieren.

Kunst und Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft, die von der Pandemie wirtschaftlich stark betroffen sind, können einen nicht rückzahlbaren Zuschuss erhalten. Bereits 2020 wurde dafür das Hilfsprogramm »Härtefälle Kultur« ins Leben gerufen und mehrmals verlängert. Die Sächsische Staatsregierung hat beschlossen, das Programm mit weiteren 4,7 Millionen Euro auszustatten. Zudem wird die mögliche Antragssumme von 50.000 Euro auf 100.000 Euro angehoben.

Wer wird gefördert?

Der Zuschuss richtet sich an

  • gemeinnützig anerkannte juristische Personen des Privatrechts,
  • juristische Personen des Privatrechts ohne anerkannte Gemeinnützigkeit (auch Personengesellschaften),
  • Unternehmen des Privatrechts in Form von Personengesellschaften,
  • Träger von kleinen und mittleren kulturellen Spielstätten in den Bereichen Darstellende Künste und Musik, die im Haupterwerb Einzelunternehmer oder selbständige Angehörige der Freien Berufe sind, sofern
    • der Betrieb einer kulturellen Spielstätte ihr hauptsächlicher Unternehmenszweck ist,
    • die Spielstätte mindestens 24 kulturelle Veranstaltungen pro Jahr vorweisen kann (Nachweis anhand des Jahresprogramms 2019),
    • die Veranstaltungen allgemein öffentlich zugänglich sind und
    • die Spielstätte maximal 2.000 Besucherplätze (sitzend/stehend) hat.

Nicht gefördert werden Volkshochschulen, Kirchgemeinden oder sonstige Religionsgemeinschaften sowie Stadt- und Mehrzweckhallen.

Freiberufler sind nicht antragsberechtigt, es sei denn, es handelt sich um Träger von kleinen und mittleren kulturellen Spielstätten in den Bereichen Darstellende Künste und Musik.

Für welche Bereiche von Kunst und Kultur gilt das Programm »Härtefälle Kultur«?

Die freien Träger und Unternehmen müssen satzungsgemäß in einem der folgenden Bereiche der Förderung von Kunst und Kultur tätig sein:

  • Bibliotheken, Literatur
  • Bildende Kunst
  • Darstellende Künste
  • Film
  • Heimat- und sonstige Kulturpflege, einschließlich Festivals
  • Kulturelle Bildung (Kulturelle Spielstätten)
  • Museen, Sammlungen, Ausstellungen
  • Musik
  • Soziokultur
  • Zoologische und Botanische Gärten, Landschaftsparks

Was muss ich machen, wenn ich andere Unterstützungsprogramme beanspruche?

Leistungen Dritter, die Sie erhalten haben oder beanspruchen können, sind vom Liquiditätsbedarf abzuziehen (z. B. Zuschüsse des Bundes einschließlich der Überbrückungshilfe, Leistungen der Kommunen und Kulturräume, Ansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz, Versicherungsleistungen).

Es ist nur möglich, gleichzeitig mehrere Zuschussprogramme des Freistaates Sachsen mit ähnlicher Zielrichtung in Anspruch zu nehmen, wenn die Summe der Zuschüsse den Bedarf nicht übersteigt (keine Überkompensation).

Antragsstellung

Unterstützte Kultureinrichtungen in Sachsen

Seit dem Start des Programms im Sommer 2020 hat die Sächsische Aufbaubank über 630 Anträge von gemeinnützigen und privatwirtschaftlichen Kulturträgern bewilligt - das macht Hilfen von insgesamt über 8,7 Millionen Euro

Dresdner FriedrichstaTT Palast

Kulturbastion Torgau

Antragstellung: FAQ und Schritt-für-Schritt Anleitung

Das Programm soll sächsische Kommunen dabei unterstützen, Kunst und Kultur zu stärken und neue Veranstaltungen ins Leben zu rufen. Die Mittel werden über die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ausgereicht.

Die Förderrichtlinie wird derzeit erarbeitet. Sobald neue Informationen zu den Förderbedingungen und zur Antragsstellung vorliegen, werden wir auf dieser Seite dazu informieren.

Mit den Mitteln sollen Projekte von Kulturschaffenden, Künstlerinnen und Künstlern in den Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Musik, Film, Literatur, Soziokultur sowie Industriekultur verstärkt unterstützt werden. Auch die Förderung von spartenübergreifenden Vorhaben ist möglich. Die Mittel werden durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ausgereicht. 

Der Fonds fördert kleine kreative Projekte mit 500 Euro bis 5.000 Euro, vorwiegend im ländlichen Raum. Die Mittel werden über die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ausgereicht. 

Tourismus

Die Sächsische Staatsregierung hat beschlossen, eine Förderrichtlinie für kleine, mittlere und kommunale Unternehmen sowie für Vereine zum Neustart im Tourismus zu errichten.

Gefördert werden sollen Maßnahmen zum Erhalt von touristischen Einrichtungen nach coronabedingtem Betriebsausfall. Ebenfalls unterstützt werden soll die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zur Wiederaufnahme touristischer Einrichtungen, etwa die Umsetzung von Hygienekonzepten wie zum Beispiel Gästelenkung und Ähnliches. 

Die Förderrichtlinie wird derzeit erarbeitet. Sobald neue Informationen zu den Förderbedingungen und zur Antragsstellung vorliegen, werden wir auf dieser Seite dazu informieren.

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